Wichtige  Info

                                                                                        Waakhausen, 20.09.2016

An die Nutzer des Schießstandes Waakhausen

Die Saison 2016 auf unserem Schießstand in Waakhausen geht langsam zu Ende. Wir haben in diesem Jahr etliches renoviert und angeschafft,  manches ist noch zu erledigen. So wird der Kurzwaffenstand jetzt - endlich - fertiggestellt, die Kugelbahnen erhalten ein Bezahlsystem „per Chipkarte“.

Dass dies alles nicht ohne Hindernisse, Reibungen und Verzögerungen ging, haben wir alle gespürt. Für eure Geduld und für eure Mithilfe - finanziell, tatkräftig oder auch ideell - beim Erhalt und der Entwicklung unseres Schießstandes sagen wir herzlichen Dank! 

Wir alle wollen unseren Stand  weiterhin nutzen, die Situation der Schießstände in der Bundesrepublik ist bekannt. Eine Selbstverständlichkeit sind sie nirgends mehr - und neue Anlagen einzurichten zu wollen, bleibt wohl ein Wunschdenken.

Deshalb müssen wir uns ständig damit auseinandersetzen, unseren Stand den Anforderungen entsprechend anzupassen. Das betrifft einerseits die praktische Seite des konkreten Schießbetriebs. Andererseits zu beachten ist auch die „theoretische-rechtliche“ Seite mit Bezug auf Schießstandordnung, Schießordnungen der Verbände, Genehmigungen, Auflagen von Behörden usw.

Und das beinhaltet auch, Interessen von Anwohnern zu berücksichtigen. Wer längere Zeit in Waakhausen schießt, weiß das: Es gab in den letzten 15 – 20 Jahren kaum eine „ruhige“ Phase.

Im Moment geht es um die Verbindung von Betriebsgenehmigung (Schrot) mit den Interessen eines Anwohners.  Schrotkörner sowohl vom Trap  als auch vom Skeetstand landen auf einem Grundstück (Weg hinter den Anlagen und dem Auffangnetz), auf dem er Wegerecht hat.

Das ist jetzt anlässlich eines Gutachtens unter Annahme bestimmter Schusswinkel, Positionen, Chokes, Schrotstärken usw. festgestellt worden. Inwieweit das der tatsächlichen Nutzung entspricht, ist zunächst unerheblich: Das  Gutachten existiert und ist Grundlage für einen Termin beim Amtsgericht. Da wir das Gutachten nicht ignorieren können und natürlich auch gar nicht wollen, müssen wir den Schieß- betrieb auf den Schrotbahnen entsprechend anpassen, bis eine Klärung vorliegt.

Das bedeutet: Um einen Schrotfall auf dieses Grundstück zu vermeiden, müssen wir die Abgangswinkel der Scheiben und damit der Schrote geringfügig reduzieren. Die Wurfmaschinen werden deshalb so eingerichtet, dass die Flugbahnen der Scheiben also etwas flacher, damit auch etwas schneller werden.

Bitte habt Verständnis für diese Maßnahme, ein Schießbetrieb ist so weiterhin möglich, ohne dass wir gegenwärtig Rechtsgüter anderer verletzen.

Wir hoffen auf eine Klärung und eine gütliche Einigung beim Gerichtstermin oder auf eine andere Weise.

Unsere Ziele sind der Erhalt und die zeitgemäße Entwicklung der Anlagen für die Jägerschaften, den JWC und alle Gäste. 

Bitte unterstützt uns darin weiterhin, den guten Ruf des Schießstandes Waakhausen  zu erhalten.

Der Vorstand des Betreibervereins